Nadjescha Zabowski

Name: Nadjescha Zabowski, auch “Nada” (Zoran) oder “Nadjeschka” (Bojar Vladimir) und oftmals “Eidechsenpriesterin” (fremde Nicht-Aventurier)

Titel: Vertraute der Eidechse

Herkunft: Zabow, im Südwesten von Kislev (Geburtsort)/ Koboldglobule (mit 4 Jahren von Kobolden entführt)/ Eidechsengarten von Silas, Aventurien (Ort, an dem sie mit etwa 14 Jahren wieder aus der Globule hinausgeworfen wurde und Ort ihrer Ausbildung zur Priesterin)/ ganz Aventurien, vor allem Maraskan, da sie hier am längsten gelebt hat

Alter: Anfang 30, aber was ist schon Alter im Angesicht des ewigen Kreislaufs?

Aussehen: lange schwarze Haare / blaugrüne Augen voller Neugier und Freundlichkeit / bodenständige, “volksnahe” Statur / Ihre Kleidung wirkt wie ein farbenfrohes Sammelsurium, das den Geist der Göttin Tsa widerspiegelt: bunt, lebendig und voller kleiner Geschichten

Lieblingsfarbe: alle Farben des Regenbogens und eine geheime siebte Farbe

Lieblingsbuch: “Der Regenbogenfisch”

Lieblingsblumen: Alveranien

Waffenfertigkeiten
Die Kirche der Herrin Tsa ist vielem gegenüber aufgeschlossen, doch das Führen von Waffen (wenn überhaupt, dann nur zu Verteidigungs- oder Befreiungszwecken im höchsten Notfall) ist ihren Anhängern in der Regel nicht gestattet, auch wenn es einige wenige Splittergruppen gibt, die die Gebote der Herrin etwas freier auslegen. Dafür wird Nadjescha von ihrem treuen Gefährten Maustan Käsići begleitet – der mutigsten kleinen Ratte aller Zeiten –, der sie mit Schwert, Zähnen und dem Herz eines wahren Helden beschützt. Sollte es ihr einmal zu bunt werden – was bei einer Geweihten der Regenbogenmaid schon etwas heißen will – scheut sie sich jedoch nicht der herrschenden Aggressivität mit dem Beistand der Ewigjungen klerikal beizukommen und für Frieden zu sorgen.

Charakterzüge
Nadjescha ist der Inbegriff des Wandels: Ihr Gesicht spiegelt binnen Augenblicken Freude, Staunen oder Ernst wider. Ihr sonniges Gemüt, ihre liebenswerte Tollpatschigkeit und ihre oft unerschöpfliche Redseligkeit stehen im Kontrast zu den wortkargen Kisleviten, mit denen sie nun ihr Leben teilt – ganz besonders Oleg und Hjalmar. Sie ist ein wahrer Freigeist, ist äußerst breitgefächert interessiert und äußerst neugierig, denn es gibt überall und jederzeit etwas neues zu lernen und zu entdecken, wie soll man sich da entscheiden? Stillstand ist für Nadjescha unnatürlich und sie steht ständig unter Strom, auch wenn man es ihr von Außen nicht immer ansieht. Für ihre oft kindlich-unschuldig anmutende Naivität sowie ihre Vergesslichkeit wird sie zwar von dem ein oder anderen belächelt, doch sie weiß mit Bestimmtheit, dass dies keine Schwächen, sondern Tugenden ihrer Herrin sind und trägt sie mit Stolz. Sie ist eine überzeugte Pazifistin mit dem goldenen Herz einer Heldin und verteidigt ihre Freunde mit Mut und dem Schild ihres Glaubens, ganz ohne Waffen oder körperliche Gewalt einzusetzen. Dies mag der ein oder andere belächeln, doch auch ein Haufen schwer bewaffneter Banditen kann nichts gegen die Friedfertigkeit der Göttin ausrichten. So schütz Nadjescha das Leben, die Freiheit und den Frieden, die sie so liebt mit Hingabe.

Stärken
Verständigung mit Tieren, insbesondere mit den kleinen und oft übersehenen Geschöpfen, die Tsa so sehr liebt / breitgefächertes Wissen / als Schild ihrer Göttin in ihrem Namen und mit ihrer Macht für Frieden sorgen / Geist und Körper von magischen, physischen oder dämonischen Fesseln befreien / klerikale Wiederherstellung und das Nachwachsenlassen verlorener Gliedmaßen / wenn Tsa es gestattet kann sie sogar kürzlich Gefallene ins Leben zurück führen / alle Tugenden der Eidechse, selbst wenn diese für Außenstehende in der Regel eher nicht als “Stärken” bezeichnet würden

Schwächen
Der Umgang mit Münzen und Handel ist ihr ein Rätsel. Zum Glück versucht Bojar Vladimir, ihr geduldig die Grundlagen beizubringen. / In ernsten Momenten fällt es ihr schwer, ihre Fröhlichkeit zu verbergen, was nicht immer hilfreich ist, besonders wenn man sich ungesehen anschleichen oder keinen bösen Blick von Oleg einfangen möchte. / Lange Verträge oder Dokumente lesen zu müssen empfindet sie als Qual; selbst Maustans Aufnahme in die Alchemistenzunft erforderte all ihre Tapferkeit, um die unzähligen Paragrafen laut vorzulesen – sehr zur Belustigung des Zunftvorstehers.

Bisher größte Errungenschaften
Errichtung und anfängliche Leitung des ersten Schiffskindergartens “Hort der schwimmenden Regenbogenschildkröte” in Aventurien im Hafen von Jergan (Maraskan) / Mitwirkung an der magischen Weihe von Bojar Vladimirs Frostgleve, indem sie Tsa um einen Funken göttlicher Macht bat, um die Waffe für den Schutz vieler Unschuldiger zu stärken / die Erkenntnis, dass Goblins ihre Stimme so unangenehm finden, dass sie in der Lage ist die kleinen Grünhäute damit zu vertreiben

 

Lebensmotto: “Das einzig Beständige ist der Wandel.”

 

Hintergrundgeschichte

Geboren als eine von zwei Töchtern einer Bauernfamilie im kleinen Dorf Zabow, im südwestlichen Kislev, führte Nadjescha Zabowski zusammen mit ihrer ein Jahr jüngeren Schwester Jelena ein geruhsames Leben – allerdings nur etwa 4 Jahre lang. Um genau zu sein bis zu dem Tag, an dem sie eines nachts zur nullten Stunde nicht schlafen konnte und sich vor lauter Langeweile heimlich aus dem Haus schlich. Sie setzte sich an einem nahgelegenen schilfumwachsenen Weiher auf einen kleinen Felsen und warf Steine ins Wasser, als neben ihr zunächst unmerklich die Luft zu knistern begann. Kurz darauf tat sich ein flimmerndes Portal auf und eine Paar Hände zog die verdutzte Nadjescha mit sich, woraufhin sich das Portal unwiderruflich schloss. Eine Handvoll lustig aussehender Gestalten, kaum größer als sie selbst, plapperte in unfassbarem Tempo wild durcheinander und blickte sie nach einer kurzen Pause immer wieder an. Zunächst verstand Nadjescha rein gar nichts, doch es war wohl ihr Glück, dass sie noch so klein war. So fiel es ihr leicht die Sprache der Wesen, wie sich herausstellen sollte Kobolde, zu lernen. Ihre Familie vergaß sie in der Zeit nie, doch der Schmerz der Trennung verging schnell, denn hier in der Globule wurde es nie langweilig. Weitere zehn Jahre vergingen und sie fühlte, dass der Tag näher rückte, an dem sie wieder nach Hause würde müssen, denn so machten es die Kobolde schon immer. Wenn ein Kind kein Kind mehr ist, muss es dieses Reich des Schabernacks verlassen, da ließen sie nicht mit sich reden. Wie die Kobolde, so sind auch die Winde der Magie launisch, weshalb die nun vierzehnjährige Nadjescha sich nach ihrer Exkommunikation an einem Ort wiederfand, der weit jenseits ihrer Heimat lag. Ein freundlich schauender Mann mit auffallend bunter Kleidung und lustig gezwirbeltem Bart sollte ihr für die nächsten Jahre bester Freund und Mentor zugleich sein. Im Eidechsengarten von Silas, im Südwesten Aventuriens, widmete Nadjescha ihr Leben der Göttin des ewigen Wandels, des Lebens, der Freiheit, des Friedens, der Vielfalt, der Erneuerung, der Geburt und Wiedergeburt. Am Ende ihrer Ausbildung zog es die nun Anfang Zwanzigjährige hinaus in die Welt. Auf ihrer Reise sah sie große Städte, kleiner Dörfer und lernte deren Bewohner sowie deren Sitten und Gebräuche kennen. Ihr begegnete viel Schönes, aber auch viel Leid, das sie stets zu lindern suchte.

Nach einigen weiteren Jahren und nachdem sie bereits eine Weile auf Maraskan verbracht hatte, beschloss sie sich zunächst einer Eingebung folgend in Jergan niederzulassen. Dort gründete sie den ersten Schiffskindergarten, den Aventurien je gesehen hatte: Den “Hort der schwimmenden Regenbogenschildkröte”. Dabei handelte es sich um eine mit zahlreichen Muscheln und bunten Kieseln verzierte hübsch schillernd Floßkonstruktion, die tatsächlich entfernte Ähnlichkeit mit einer regenbogenfarbenen Schildkröte hatte. Für einige Jahre leitete sie diesen Kindergarten, gab die Verantwortung jedoch letztlich an eine ihrer Novizinnen weiter, da sie erneut fühlte, dass es sie in die Ferne zog.

In einem Traum erschien ihr die Ewigjunge und wies sie an sich vor Sonnenaufgang zum Hafen zu begeben. Dort solle sie an Bord eines ganz bestimmten Handelsschiffes gehen. Ihre Intuition würde sie dabei leiten. Sie zeigte ihr Bilder von verschneiten Landschaften und von Menschen in eigentümlicher Pelzkleidung. Einige von ihnen trugen ein Wappen an sich, dass ihr aus irgendeinem Grund bekannt vorkam: ein weißer Bär auf dunkelrotem Grund. “Ich werde dort gebraucht, doch ich kann nur denen helfen, die von mir wissen und an mich glauben. Verbreite meine Kunde in der Fremde und bringe ihnen Frieden und Freiheit.” Da Nadjescha nie einen Grund gehabt hatte der vielgesichtigen Göttin zu misstrauen, packte sie das Nötigste zusammen und tat wie ihr geheißen.

“Trollbrecher”, war in schön geschwungenen Lettern auf der Bordwand eingraviert. Sie zuckte die Schultern und ging an Bord. Da sie keine einzige Kupfermünze besaß und intuitiv bezweifelte, dass man ihr auf diesem Schiff die Überfahrt überhaupt ermöglichte – so ganz offiziell – führte ihr Weg sie in den Frachtraum. In den kommenden Wochen – oder Monaten? – der Überfahrt passierten zwei lebensverändernde Dinge. Sie freundete sich mit einem etwas klein geratenen Rattenmann namens “Maustan Käsići” an, der fortan ihr Schwert und Schild werden sollte. Darum hatte sie zwar nicht gebeten, doch der verblüffend ritterliche Gefährte hatte darauf bestanden und sie tat ihm gerne den Gefallen. Was außerdem passierte ist, dass sie entdeckt wurde. Da das Schiff jedoch schon auf hoher See war und es die Seemannsehre gebietet jemanden nicht einfach von Bord zu werfen, durfte sie bleiben. Allerdings sollte sie fortan für den Kapitän dieses Schiffes – niemand geringerer als Bojar Vladimir höchst persönlich – arbeiten, um ihre Schuld abzuleisten.

Mittlerweile leben Nadjescha und Maustan bereits seit einigen Jahren im Weinkeller des Bojaren und hüten dort gleichermaßen die niemals leer werdende heilige Weinflasche. Der Legende nach verliert der Bojar all seine magische Kraft, wenn er nicht jedes Jahr am Tag des heiligen Ursun – der lokalen Gottheit dieser Region – wenigstens einen Tropfen davon trinkt. Ob das wirklich stimmt, weiß wohl nur Ursun selbst, doch aus Angst, es könnte wahr sein, hält sich der Bojar dennoch daran. Natürlich ist das nicht alles was Nadjescha und Maustan tun, seitdem sie hier gestrandet sind, denn da ist ja immer noch die heilige Queste. Zusammen mit der restlichen Besatzung der “Trollbrecher” reisen die beiden durch die Lande, verbreiten die Lehren der Tsa und unterstützen die Interessen gleichsam der Erengrader Handelsgesellschaft, der Bevölkerung Kislevs und bilden gemeinsam ein Bollwerk gegen die Mächte des Chaos’. 
 

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