Bestarium

Wesen aus Kislev und wo sie zu finden sind

Die kislevitische Muskelkröte

Artname: Bufo musculus kislevii
Herkunft: Sümpfe, Uferwälder und Feuchtwiesen Süd-Kislevs
Gefahrenstufe: ⬤⬤⚪⚪⚪ – Harmlos (außer man ist allergisch auf Charme)

🐸 Beschreibung:

Auf den ersten Blick eine gewöhnliche Kröte – kaum faustgroß, mit glatter bis leicht warziger Haut, getarnt in Moos- und Lehmfarben. Doch bei genauem Hinsehen offenbart sich ein schwacher, metallischer Schimmer auf ihrer Haut, der bei direktem Licht fast wie poliertes Kupfer glänzt. Diese unscheinbare Erscheinung täuscht über ihren wahren Wert hinweg.

Die Muskelkröte ist ein friedliebendes, scheues Tier, das sich hauptsächlich von Mücken, Sumpfwürmern und gelegentlich überreifen Beeren ernährt. Sie lebt in feuchten, abgeschiedenen Regionen, bevorzugt dort, wo kaum Chaossporen über die Luft flirren – ein möglicher Grund, warum sie gänzlich undämonisch ist, was sie in Kislev bereits zur Seltenheit macht.

🧴 Besonderheit – Das Muskelkrötenöl:

Das Sekret der Muskelkröte kann durch sanfte Massage gewonnen werden. Es handelt sich um eine goldene, zähflüssige Substanz, die – nach alter Tradition unter Zugabe von Bienenwachs und Zwiebelgebräu – zu einem duftenden Einreibungsöl verarbeitet wird.

Wirkung bei äußerer Anwendung:

Verstärkt den Glanz und die Definition der Muskeln

Erzeugt einen spiegelnden Effekt bei Sonnenlicht (kann Gegner kurzzeitig irritieren)

Verströmt einen warm-erdigen Duft mit Noten von Tannenharz und geröstetem Malz

Erhöht (subjektiv belegt) die Attraktivität des Trägers bei Tanzveranstaltungen, Badehausbesuchen und Frühlingsfesten

Achtung: Nicht schlucken. Nicht ins Auge. Nicht mit Trollfett kombinieren.

🛡️ Kulturelle Bedeutung:

Kosakenkrieger reiben sich vor Paraden oder Duellen mit Muskelkrötenöl ein – nicht nur wegen des Glanzes, sondern auch als Zeichen von Disziplin und Eitelkeit.

Bärenreiterinnen nutzen es, um ihre Tiere zu beruhigen – der Geruch scheint auf Bären eine leicht entspannende Wirkung zu haben.

In populären Liedern Kislevs gilt die Muskelkröte als Symbol männlicher Schönheit und weiblicher Gerissenheit.

„Ein Krieger ohne Öl ist wie ein Rasiermesser im Winter – kalt, stumpf und keiner will ihn anfassen.“
– Kislevitisches Sprichwort

📘 Trivia:

Muskelkröten werden in einigen Dörfern als Glücksbringer gehalten.

Einem alten Brauch zufolge darf man die erste Kröte im Frühjahr nicht erschrecken – sonst wird der Bart bis zur Sommersonnenwende nicht gleichmäßig wachsen.

Es gab Versuche, Muskelkröten in Altdorf zu züchten – diese scheiterten kläglich. Die Kröten weigerten sich hartnäckig, auf Reichsdeutsch zu quaken.

🧪 Alchemistische Nutzung:

In Kombination mit Dachsleber und Flachsöl bildet Muskelkrötenöl die Basis für die Salbe des blendenden Selbstvertrauens – bei Schaustellern beliebt, bei Elfen verachtet

Die Furunkelkatze

Artname: Felis suppurans vulgaris
Herkunft: Überall dort, wo Krankheit, Dampf und Kräuterduft zusammenkommen
Gefahrenstufe: ⬤⬤⚪⚪⚪ – Unappetitlich, aber nützlich

🐈‍🩺 Beschreibung:

Die Furunkelkatze ist ein etwa kniehohes, leicht aufgedunsenes felines Wesen mit fettigem, gräulichem Fell und schläfrigem Blick. Ihre Haut ist übersät mit kleinen, glucksenden Beulen, die regelmäßig aufbrechen und eine heilsame – aber übel riechende – Flüssigkeit absondern. Der typische Geruch erinnert an eine Mischung aus Mullbinde, warmem Knoblauch, alter Suppe und alchemistischem Fußbad.

Sie wird von Krankenhäusern ebenso gefürchtet wie verehrt. Während sie sich selbst nie ansteckt, scheint sie entzündete Stellen geradezu anzuziehen – und sich genüsslich daran zu reiben.

🧪 Alchemistische Bedeutung:

Die aus den Hautgeschwüren gewonnene Flüssigkeit – im Volksmund „Katzenserum“ genannt – gilt als entzündungshemmend, blutreinigend und hautregenerierend. In winzigen Mengen wird es zu Tinkturen, Salben oder abschreckenden Duftmarken verarbeitet.

Anwendungshinweis:
Nur topisch verwenden. Innerliche Einnahme führt zu Blähungen, Realitätsverzerrung oder temporärem Haarwuchs an den Fußsohlen.

⚠️ Verhalten:

Neigt dazu, sich unaufgefordert auf kranke Körperteile zu legen

Reagiert gereizt auf Sauberkeit, Parfüm und Lavendel

Verteidigt ihre Furunkel aggressiv, wenn man sie zu früh „ernten“ will

Schnurrt bei chronischer Bronchitis besonders laut (vermutlich aus Spott)

🛌 Pflege und Haltung:

Futter: Faulige Kräuterrückstände, Senfbrei, eingelegte Zwiebelhäute

Umgebung: Warm, feucht, leicht unordentlich

Beschäftigung: Beobachtung leidender Patienten, Ignorieren von Hygienevorschriften

„Sie heilt dich, aber du fühlst dich schlechter dabei – das ist ihre Art von Medizin.“
– Altheilerin Marga von Averheim

🐾 Volksglaube & Aberglaube:

Wer von einer Furunkelkatze beim Schlafen angestarrt wird, träumt drei Nächte lang von alten Wunden

In Marienburg glaubt man, dass ihre Anwesenheit Spitäler vor Seuchen schützt

Hexenjäger schreiben ihr einen „unklaren Status“ zu: weder Tier noch Dämon, sondern „eine stinkende Grauzone“

📘 Trivia:

Manche reiche Adelige halten Furunkelkatzen in ihren Lazaretten „aus modischem Ekel“

In Estalia gibt es einen Badehauskult, der behauptet, das Serum verjünge die Haut. Erste Ergebnisse sind… diskutabel

Ihre Anwesenheit vertreibt angeblich Spinnen, Ehebrecher und streunende Doktoranden

🧤 Alchemistischer Codex-Eintrag:

Name: Unguentum Felinum Purulens
Klasse: Stufe-II-Heilschleim
Warnung: Kontakt mit frischem Obst vermeiden – unerwünschte Gärung möglich

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